Arbeiterbewegung

Das harte Leben der Arbeiter

Die Arbeit an den Maschinen war meistens nicht schwer, die Körperkraft wurde in vielen Bereichen nicht mehr gebraucht. Deswegen haben die Unternehmer auch Kinder und Frauen eingestellt. Frauen und Kinder erhielten sehr viel weniger Lohn. Es war trotzdem schwere Arbeit. Der Weg zur Arbeit war sehr weit und es gab auch noch keine Fahrräder oder Autos. Heute ist die Arbeit für uns nicht vorstellbar. Die Arbeit war lang und hart und das Schlimmste, sie war gesundheitsschädigend.

Vor Beginn der Industrialisierung  (um 1800)            

Nach der Industrialisierung (um 1900)

Fast alle Menschen Lebten auf dem Land oder im kleinen Städten.

Viele Menschen leben jetzt in Städten.

Arbeits- und Wohnort sind identisch oder dicht bei einander.

Arbeit und Wohnen sind oft weit getrennt Wegezeiten dauern mehrere Stunden.

Es gibt Pferde und Kutschen.

Es gibt die Eisenbahn, erste Straßenbahnen, Fahrräder und Autos.

Es gab einige örtliche Gesellenvereine.

Gewerkschaften, Vereine und Parteien der Arbeiter wachsen stark..

Viele Menschen litten Not.

Immer noch leiden die Arbeiter Not. Allerdings hat sich ihre Lage durch die Sozialversicherungsgesetze verbessert.

Karl Meskowitz - ein Lebenslauf eines typischen Arbeiters

Karl Meskowitz war das 7 von 12 Kindern, von denen 8 nur überlebten. Sein Vater war Böttcher und arbeitete nebenbei in der Landwirtschaft und als Gärtner. Die Kinder mussten helfen. Karls Bruder übernahm die Böttcherei. Karl musste in der nächsten Stadt Arbeit finden. Karl fand eine Bleibe als Schlafbursche. Das Bett musste er teilen. Er bekam Arbeit in einer Fabrik. Die Arbeitszeiten waren ziemlich lang 12-16 Stunden täglich. Der Lohn war sehr schlecht. Man musste oft hungern. Als er 22 Jahre alt war, heiratete er Emmi. Sie arbeitete in einer Textilfabrik. Sie leisteten sich eine kleine Wohnung. Sie lag im vierten Stock. Die Toiletten befanden sich im Flur. Solange sie gesund waren, herrschte keine Not. Sie bekam viele Kinder. Viele starben als Säugling.